Mogadishu Die noch junge Bundesrepublik erlebt im Herbst 1977 ihre schwerste Bewährungsprobe. Während die Terroristen Baader, Ensslin und Raspe in Stammheim inhaftiert sind, bereitet die zweite Generation der RAF die Befreiung der Kampfgenossen vor. Unter Aufsicht des palästinensischen Terror-Paten Dr. Wadi Haddad (Youssef Hamid) lassen sich Peter-Jürgen Boock (Franz Dinda) und seine Mitverschwörer im Jemen für bewaffnete Anschläge ausbilden. Zurück in Deutschland, richten Boock und seine Komplizen ein Blutbad an, bei dem sie Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer (Gernot Kunert) in ihre Gewalt bringen. Anders als im Fall der Entführung des Berliner CDU Spitzen-Politikers Peter Lorenz im Februar 1975 geht Bundeskanzler Schmidt (Christian Berkel) diesmal nicht auf die Forderung nach Freilassung der RAF-Terroristen ein. Boock und Mohnhaupt (Bettina Hoppe) wenden sich erneut an Haddad, der mit Unterstützung des KGB eine spektakuläre Aktion einfädelt: Angeführt von "Kapitän" Mahmut (Saïd Taghmaoui), bringen vier palästinensische Terroristen die Lufthansa-Maschine "Landshut" in ihre Gewalt. Auch Mahmut fordert nun die Freilassung von Baader, Ensslin und Raspe. Während Kanzler Schmidt sich mit Hans-Jürgen Wischnewski (Jürgen Tarrach) berät, leiten die Maschine über Rom bis nach Dubai weiter. Kapitän Jürgen Schumann (Thomas Kretschmann) kann unbemerkt die Anzahl der Kidnapper nach draußen melden. Mit viel Geschick gewinnt er das Vertrauen des sadistischen Mahmut und bringt ihn so davon ab, eine jüdische Passagierin (Valerie Niehaus) zu ermorden. Als sein Verrat bemerkt wird, wird er erschossen. Kopilot Jürgen Vietor (Simon Verhoeven) fliegt die Maschine weiter nach Mogadischu. Nach 105 bangen Stunden ist die Geiselnahme beendet.

 

 

Drama/ Thriller

 

Gedreht: 2008

Sender: ARD

Laufzeit: 107 Min.

 

FSK: ab 12

Regie: Roland Suso Richter

Drehbuch: Maurice Philip Remy, Dr. Gabriela Sperl

Produktion: Teamworx

Copyright: Teamworx

 

 

Auszeichnungen:

 

Goldene Kamera / Bester deutscher Fernsehfilm

Bayerischer Fernsehpreis / Sonderpreis

Deutscher Fernsehpreis / Bester Film